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14Jul/101

Textbroker – Texte individuell verfassen lassen

Textbroker.de ist eine Anbieter, bei dem man Texte schreiben lassen oder als Autor eigene Texte einstellen kann. In diesem Beitrag möchte ich kurz auf die erstgenannte Möglichkeit eingehen, also Texte schreiben zu lassen. Textbroker teilt seine Autoren in verschiedene Qualitätsstufen ein, von Stufe 2 bis Stufe 5. Je höher die Stufe, desto höher der Preis pro Wort, aber dafür auch umso höher die Qualität des Textes.

Nach einer kurzen Registrierung muss man erst einmal sein Konto aufladen, um Aufträge einstellen zu können. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel Überweisung oder PayPal. Leider sind die Mindesteinzahlsummen in meinen Augen etwas zu hoch gegriffen. Wenn das Geld auf dem Textbroker-Account gebucht wurde, kann es losgehen. Um die Übersicht zu Erhöhen, muss man zunächst Projekte oder Kategorien für die beauftragten Texte anlegen. Anschließend kann man den Auftrag einstellen. Hier muss man sich für eine Kategorie entscheiden und festlegen, wie lange der Text sein soll. Außerdem muss man sich für die Einstufung entscheiden. Zu guter letzt folgt das eigentlicht Wichtigste, die Auftragsbeschreibung. Hier sollte man kurz und prägnant beschreiben, was vom Autor gefordert ist. Außerdem muss man dem Autor eine Frist setzen. Je länger der geforderte Texte, desto höher sollte auch die Frist sein.

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Hat man den Auftrag abgesendet, wird dieser von Textbroker geprüft und erscheint bei Freigabe in der OpenOrder-Liste, die Autoren einsehen können und aus denen sie sich Aufträge aussuchen, die sie schreiben möchten. Hat sich ein Autor für den Auftrag entschieden wird das dem Auftraggeber auch als Status angezeigt. Liefert der Autor den Text ab, wird man per E-Mail benachrichtigt mit der Bitte, den Text abzunehmen. An dieser Stelle kann man den geschriebenen Artikel lesen und entweder bei Zufriedenheit annehmen, oder Änderungswünsche an den Autor senden. Dieser kann diesen Wunsch umsetzen oder abschlagen. Lehnt er die Umsetzung ab, verliert er den Auftrag und dieser wandert zurück in die OpenOrder-Liste. Setzt er die Änderungswünsche um, erhält der Autor wiederrum die Möglichkeit, den Text neu zu bewerten. Er kann den Text jetzt entweder ablehnen oder annehmen. Bei der Annahme gehen alle Rechte auf den Auftraggeber  über, bei der Ablehnung geht der Fall zu Textbroker, wo geprüft wird, ob die Ablehnung berechtigt war (nicht berechtigt ist man zum Beispiel, Anforderungen zu stellen, die in der ursprünglichen Auftragsbeschreibung nicht genannt wurden). Ein klassischer Fall für einen berechtigten Grund sind zum Beispiel nicht ausgebesserte Rechtschreibfehler.

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Ich wollte den Dienst einmal testen und habe einen Auftrag mit folgender Beschreibung erstellt:

Für einen Medienblog brauche ich einen Beitrag zu einem aktuellen Thema im Internet, also zum Beispiel "Soziale Netzwerke" oder "Mobiles Internet" oder "Phänomen Twitter"

Der Text sollte 149 Wörter lang sein und 2,09 EUR kosten. Ich habe die schlechteste Qualitätsstufe genommen, weil mich interessiert hat, ob schon da etwas brauchbares herauskommt - man muss ja dazu sagen, dass Autoren in Qualitätsstufe 2 natürlich ein Interesse daran haben, gute Texte abzuliefern um aufzusteigen und so die Möglichkeit zu haben, höher vergütete Aufträge anzunehmen.

Der Auftrag war dann auch schnell vergeben. In der ersten abgelieferten Version waren noch ein paar schlimme Rechtschreibfehler enthalten, um deren Ausbesserung ich gebeten habe. Das ist dann auch passiert und die zweite Version des Textes habe ich angenommen. Nach der Annahme hat man noch die Möglichkeit, den Autor zu bewerten und Feedback zu geben.

Nachfolgend der Text, der vom Autor bei Textbroker für 2,09 EUR in Bezug auf o.g. Auftragsbeschreibung erstellt wurde:

Aktuelle Entwicklungen im Internet

Das Internet ist das Medium der Zukunft aber auch schon das der Gegenwart. Die Entwicklungen im Web sind rasant und haben direkte Auswirkung auf das reale Leben.

So hat sich der Dienst Twitter etwa zu einer Plattform entwickelt, über die Neuigkeiten blitzschnell verbreitet werden. So nutzen Personen des öffentlichen Leben etwa Twitter um sich darzustellen, aber auch jeder normale User kann auf dieser Plattform an der öffentlichen Information und Willensbildung teilnehmen. Twittern ist zu einem geflügelten Wort geworden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Aktivitäten im Internet sind soziale Netzwerke. Seiten wie Facebook, Xing oder StudiVz sind in aller Munde und aus dem Leben vieler Menschen nicht mehr weg zu denken. Es werden in diesen Netzwerken Kontakte geknüpft neue Menschen kennen gelernt und letztlich Zeit verbracht. Die User tauschen sich zu allen erdenklichen Themen aus und es findet so eine lebhafte Interaktion statt. Das Internet ohne soziale Netzwerke ist kaum denkbar.

Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis recht zufrieden. Ich denke, Textbroker ist eine gute Möglichkeit, an gute Autoren zu kommen, wenn man welche sucht (natürlich setzt Textbroker alles daran, dass Kunde und Autor keine Möglichkeit finden, außerhalb der Textbroker-Plattform miteinander zu kommunizieren). Einzelne Texte für Blogs schreiben zu lassen, ist indes eher schwierig, da die Anpassung auf den jeweiligen Stil des Blogs sehr schwierig ist.
Kommentare (1) Trackbacks (0)
  1. Sehr interessant, jedoch muss ich sagen, dass ich mit Textbroker ähnliche Erfahrungen gemacht habe und deswegen letzlich doch nach Alternativen geguckt habe . Ich lasse meine Texte jetzt bei Independent Publishing schreiben. Das funktioniert dort so ähnlich, ich finde jedoch, dass die Qualität besser ist.


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