Youtube-Videos jetzt auch in 4K
Nützlich ist das, was Youtube heute veröffentlicht hat noch nicht wirklich, aber faszinierend! Videoclips kann man auf Youtube jetzt nicht nur in HD genießen, sondern sogar in "4K". Das sind 4.096 x 3.072 Pixel und macht eigentlich erst Sinn, wenn man auch einen entsprechenden Projektor zur Verfügung hat. Youtube nennt dieses Format übrigens "Original", weil auch Kameras und Equipment derzeit in dieser Auflösung aufnehmen, von einigen Ausnahmen einmal abgesehen. Der Anbieter hat gleich ein paar Beispielvideos online gestellt. Für diese braucht man aber eine sehr schnelle Internetverbindung und auch der Rechner sollte noch nicht zu alt sein. Außerdem sollte man wissen, dass man auf gewöhnlichen Computermonitoren dank Auflösung und Frequenz keinen Unterschied zu 1080p sehen kann (wer was anderes behauptet, macht sich lächerlich). Aber auch in normalem FullHD sind die Videos beeindruckend.
Up in the Air
Gestern gesehen: Up in the Air mit George Clooney. Der Film hat ja durchwegs gute Bewertungen, weshalb ich der Meinung war, da könnte man nichts falsch machen. Der Anfang ist auch hoffnungsvoll. George Clooney reist durchs Land, um Angestellte von Firmen zu kündigen, die das nicht selbst machen wollen. Er perfektioniert ständig seine Methoden und genießt es, so gut wie immer unterwegs zu sein. Eines Tages schlägt eine junge Kollegion eine Änderung des Verfahrens vor, die die Arbeit von Clooneys Charakter auf den Kopf stellt. Zukünftig soll er Menschen per Videochat kündigen. Um der jungen Kollegin einen Einblick in seine Arbeit zu geben, nimmt er sie mit auf seine letzte konventionelle "Dienstreise". Nebenbei trifft er noch ab und zu eine Frau, die wie er auch viel unterwegs ist und in die er sich verliebt. Mit dieser besucht er dann noch die Hochzeit seiner Schwester - und das wars. Das war der Film. Keine Pointe, nichts. Abspann. Ich habe selten einen so streckenweise langweiligen und insgesamt nichtssagenden Film gesehen wie diesen. Klar, einzelne Szenen sind durchaus gekonnt, im Gesamtbild aber nicht überzeugend. Ich würde den Film nicht weiter empfehlen.
Willkommen bei den Sch’tis
Neulich habe ich mich bei der Auswahl der nächsten DVD, die ich mir von Lovefilm schicken lassen wollte, auf die Auswahl des Anbieters verlassen und mich für den Film Willkommen bei den Sch'tis entschieden, der 2008 in Frankreich erschienen ist. Ich würde mein Verhältnis zu französischen Filmen als eher unterkühlt ansehen, gegen gelungene Komödien habe ich jedoch nichts einzuwenden.
Der Film handelt vom südfranzösischen Postbeamten Philippe Abrams. Dieser will unbedingt an die Côte d’Azur versetzt werden - hauptsächlich auch weil ihn seine Frau dazu drängt. Als bei einer regulären Bewerbung ein behinderter Kollege Vorrang erhält, gibt er bei der nächsten Bewerbung einfach an, er sei auch behindert. Beim Vorstellungsgespräch fliegt der Schwindel natürlich auf und Philippe wird in den Norden strafversetzt, vor dem es dem normalen Südfranzosen auf Grund des rauheren Klimas und der vermeintlich seltsamen Einwohner graut. Als Philippe an seinem neuen Einsatzort eintrifft (seine Frau ist im Süden geblieben), scheinen sich alle Klischees zu bestätigen. Zu allem Überfluss sprechen die Sch'tis, wie man die dortige Bevölkerungsgruppe nennt, einen für Philippe fast unverständlichen Dialekt, was zu vielen lustigen Situationen führt. Mit der Zeit aber lernt der Südfranzose seine neuen Kollegen und Nachbarn schätzen und lieben, deren Herzlichkeit und Offenheit er aus Südfrankreich nicht kennt. Seiner Frau erzählt er jedoch Schauergeschichten über den Norden, um ihr Mitleid zu gewinnen. Als diese schließlich mit in den Norden ziehen will, um ihren Mann zu unterstützen, fliegt alles auf ...
Auch wenn der Film manchmal ein wenig in Klamauk abdriftet, ist er fast in allen Szenen unterhaltsam. Die Geschichte nimmt überraschende Wendungen und es fällt leicht, eine emotionale Bindung zu den Protagonisten aufzubauen. Am Ende hat man die Sch'tis fast ein wenig ins Herz geschlossen. Einige Lacher hat der Film defintiv zu bieten, insgesamt ist er auf jeden Fall sehenswert.
Marley & Me
Eigentlich mag ich Hunde ja nicht wirklich, und auch Owen Wilson finde ich nicht so berauschend (mit Ausnahme von Die Hochzeits-Crasher, der zwar einen dämlichen Titel hat, ansonsten aber wirklich sehenswert ist), aber zumindest Jennifer Aniston ist ja oftmals Garant für gute (im Sinne von unterhaltende, nicht qualitativ hochwertige) Unterhaltung und deshalb habe ich mir vor ein paar Tagen Marley & Me ausgeliehen. Und eigentlich bin ich positiv überrascht. Im Film ist Reporter John Grogan noch nicht dazu bereit Vater zu werden und kauft deshalb seiner Frau Jenny zur Ablenkung einen Hund. Dieser stellt das Leben der beiden dann erstmal auf den Kopf, da sie es nicht schaffen (und im Film eigentlich auch nicht versuchen), ihn zu erziehen. Irgendwann wird Jenny dann doch schwanger, mit der Karriere der beiden geht es aufwärts, einige Kinder kommen, die Wohngegend verbessert sich mit dem Einkommen usw. Getragen wird der Film durch diverse lustig-chaotische Szenen mit dem Labrador Marley, der meist alle Anwesenden um den Verstand bringt. Klingt nicht wahnsinnig interessant, ist aber schön inszeniert und motiviert durch diverse Wendungen und kleinere Schicksalsschläge aber den ganzen Film über. Besonders auch das Ende ist gut ausgefallen, denn es besteht nicht nur wie ich eigentlich erwartet hatte aus einem reinen Happy-End. Wer Komödien mag (die zugegenermaßen schon etwas seicht ist) kann Marley & Me auf jeden Fall ansehen. Besonders in Erinnerung bleiben auch die überzeichnet lichtdurchfluteten Schauplätze in Florida und Pensylvania. Und weils hier passt, hier ein paar mehr Gedanken zu Ms. Aniston.
Hui Buh – Das Schlossgespenst
Die Entscheidung nach "Der Schuh des Manitu", keine Bully-Filme mehr anzusehen, war richtig! Neulich war ich nämlich gezwungen (fragt nicht!), mir im Free-TV die Komödie Hui Buh - Das Schlossgespenst anzuschauen - und es sollte sich zum schlimmsten Fernsehabend seit langem entwickeln! Die Geschichte ist schnell erzählt. Hui Buh ist Schlossgespenst auf Schloss Burgeck. Irgendwann zieht König Julius im Schloss ein und möchte seine Verlobung feiern, was Gespenst Buh aber mit allen Mitteln verhindern will. Dabei wird auch seine Spuklizenz zerstört, was zu geisterbehördlichen Problemen führt. Und so geht es weiter, den ganzen Film lang. Die Story ist derart hanebüchen, dass es schwer fällt, den Film zu Ende zu sehen. Selbst Christoph Maria Herbst, den ich in anderen Rollen (z.B. Stromberg) ganz nett finde, kann dieses Machwerk nicht mehr retten. Ein weiterer deutscher Film, den man sich getrost schenken kann.
Kinoabend am Amilo-Notebook
Ich bin jetzt endlich mal dazu gekommen, die Kinoqualitäten des Fujitsu-Amilo-Notebooks von trnd zu testen. Dazu habe ich mir bei lovefilm.de Transformers als BluRay ausgeliehen, weil ich mir dachte, bei einem Actionstreifen kann man am besten das Display auf seine Fähigkeiten hin prüfen.
Zunächst mal aber muss ich zugeben, dass mir ein wenig der Vergleich zu einem normalen BluRay-System fehlt, weil ich einfach noch keines besitze. Weder mein Fernseher erfüllt die technischen Voraussetzungen, noch habe ich einen entsprechenden Player. Von daher kann ich natürlich nur beschreiben, welches Erlebnis ich bei der Verwendung des Notebooks hatte.
Als erstes ist mir aufgefallen, dass der BluRay-Laser tatsächlich ein eigenes (blaues
) Bauteil ist, wie folgendes Bild zeigt:
BluRay eingelegt, der Player startet automatisch und ich muss nur noch die Region festlegen. Alles wunderbar.
Das große Display des Amilos überzeugt wirklich. Die Farben sind sehr gut und brillant, die Ausleuchtung des Panels fast vollständig gleichmäßig (unten etwas heller). Außerdem ist der verfügbare Blickwinkel zumindest horizontal recht groß. Vertikal verändern sich die Farben bei einem Wechsel des Blickwinkels schneller, aber das ist ja normal. Ab und zu (z.B. bei Wolken oder Wüstengebieten) fallen Artefakte auf, ich weiß aber noch nicht ob das am Display oder am Film liegt.
Enttäuschend ist der Klangqualität der eingebauten Lautsprecher. Klar, Notebooklautsprecher sind da nie so toll, aber dafür dass das Amilo-Notebook ein vollwertiger Ersatz für einen stationären PC sein soll, hätte ich mir da mehr gewünscht. Gerade wenn man sich das riesige Gehäuse des Gerätes anschaut ist es verwunderlich, dass nicht wenigstens ein bisschen Bass bei der Klangwiedergabe möglich war. Der Ton klingt blechern und bringt die Atmosphäre des Films des Öfteren ins Wanken. Ich habe ein Video angefertigt, in dem ich die ersten Minuten des Filmerlebnisses festgehalten habe. Wieder abgefilmt statt gecaptured, weil man ja nur so auch sehen kann, was das Gerät zu leisten vermag. Der Ton ist tatsächlich so schlecht, wie er in dem Video klingt, das liegt nicht am schlechten Mikrofon der Kamera. Das permanente Rauschen im Hintergrund ist übrigens das dröhnende DVD-/BluRay-Laufwerk. Dieses scheint ständig auf Hochtouren zu laufen. Hier hilft nur, Kopfhörer zu verwenden, die dann auch für besseren Klang sorgen. Finde ich aber irgendwie unangenehm, einen stundenlangen Film nur mit Kopfhörern zu verfolgen. Außerdem kann man dann nur alleine gucken, was man ja auch nicht immer will
.
Ein weiteres Ärgernis ist, dass der Ton nicht synchon zum Bild abgespielt wird (siehe Video ab spätestens zweiter Minute). Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass das am Film liegen soll - aber auch da muss ich wohl noch mehrere Streifen ausprobieren. Falls das am Gerät oder der Konfiguration liegt, an der ich nichts geändert habe, wäre das für mich ein absolutes No-Go. Asynchroner Ton wirkt gerade bei Dialogen einfach nur schlecht.
Insgesamt bin ich recht angetan vom guten Displays und generell der hohen Qualität von BluRays. Das Bild ist schön groß und gestochen scharf und dank der hohen Portabilität des Notebooks ist es auch problemlos möglich, einfach mal im Bett oder wo man sonst gerade Lust hat eine DVD oder BluRay zu gucken. Enttäuschend ist hier lediglich der Sound sowie die Lautstärke des Laufwerks. Ob die Asynchronität zwischen Bild und Ton beim Abspielen der BluRay am Gerät liegt, weiß ich noch nich.
Hier das Video:
Verblendung
Hab mir mal einen etwas unbekannteren Film angesehen, nämlich "Verblendung". Basiert auf einem Buch, aber das ist ja noch nichts besonderes. Vor 40 Jahren verschwand die junge Harriet, ohne Spuren zu hinterlassen. Alle gehen von einem Mord aus, und der Täter muss eigentlich aus der Familie stammen. Henrik Vanger möchte den Fall unbedingt aufklären, aber ob das gelingt?
Sehr interessanter Film, schöne Perspektiven und interessante Entwicklung der Geschichte.
Antichrist
Es ist ein Horrofilm und ich sehe ihn mir an, obwohl ich religiöse Hintergründe eigentlich nicht mag. Die Geschichte reißt dann aber doch mit. Im Rausch des Geschlechtsakts merkt ein paar nicht, dass ihr Sohn auf den Fenstersims klettert und in den Tod stürzt. Dieser Verlust stürzt vor allem die Mutter in tiefe Depressionen, während er das Geschehene anscheinend besser verarbeitet. Deshalb will der Mann seine Frau auch nach einigen Monaten nach Hause holen. Und das ist keine gute Idee ... ihr könnt euch ja denken, wie es weitergeht.
Unterhaltsam, aber kein Pflichttermin.
Maria, ihm schmeckt’s nicht
Bei deutschen Filmen bin ich meist skeptisch, kann ich mich doch an kaum ein deutsches filmisches Produkt erinnern, dass mir gefallen hätte. "Maria, ihm schmeckt's nicht" ändert diese Ansicht zumindest ein wenig. Er ist kein Überflieger, unterhält aber durchaus. Das liegt vielleicht auch daran, dass dem Autor des Buches genügend Mitspracherechte auch beim Film eingeräumt wurden. Zwei junge Leute entscheiden spontan, zu heiraten, allerdings gibt es da so einige Probleme mit den teilweise italienischen Schwiegereltern. Der Ort der Trauung ist dann auch nur ein Kompromiss, und auch mit dem Essen hat der deutsche Bräutigam so seine Probleme.
Unterhaltsam, muss man aber nicht gesehen haben.
Borat, aehh.. Brueno
Ob ich darüber lachen kann? Ich weiß es nicht. Schon Borat fand ich nicht so lustig, und Brüno ist eigentlich noch schlimmer. Da werden Schwule auf den Arm genommen, Arbeitslose und Ausländer verunglimpft sowie die Grenzen des guten Geschmacks um längen unterschritten.
Zeitverschwendung, für mich.