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22Jun/101

Energiesparen

Energiesparen steht im Trend wie nie, verursacht einerseits durch die immer weiter steigenden Energiekosten, aber auch durch ein gestärktes Umweltbewusstsein der Bevölkerung. Doch ist es tatsächlich so einfach, Energie zu sparen oder sind die meisten Maßnahmen eher Zeitverschwendung?

Energiesparen im Privathaushalt

Schon im kleinen Privathaushalt gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie Energie gespart werden kann. Dies hängt natürlich auch von den vorhandenen Gegebenheiten ab. Ein Ort im Privathaushalt, an dem sehr viel Energie verbraucht wird, ist die Küche. Hier wird beim Kochen Strom in Hitze umgewandelt und beim anschließenden Geschirr spülen muss Wasser erwärmt werden. Ein paar einfache Kniffe helfen, den Energieverbrauch beim Kochen erheblich zu senken.

Steht man vor der Neueinrichtung der Küche, sollte man unbedingt darauf achten, Geräte zu erwerben, die wenig Strom verbrauchen. Diese sind besonders gekennzeichnet. Geräte, die schlechter eingestuft sind als „A“ sollten nicht mehr erworben werden, selbst wenn sie etwas günstiger sind. Die Ersparnis ist durch die höheren Energiekosten schnell aufgebraucht. Bei der Positionierung der Möbel ist darauf zu achten, dass zum Beispiel Backofen und Kühlschrank nicht nebeneinander positioniert werden. Aber auch Möbel wie Sofas sollten nicht unmittelbar neben Heizungen gestellt werden.

Doch auch wer an der Einrichtung der Küche nichts ändern kann, hat noch genügend Möglichkeiten, den Strom- und Wasserverbrauch so gering wie möglich zu halten. Zum Beispiel sollten auf dem Kochfeld nur Töpfen eingesetzt werden, die das jeweilige Feld auch komplett abdecken – ansonsten verpufft erzeugte Hitze einfach in der Luft. Außerdem sollte man beim Erwärmen von Speisen oder Wasser darauf achten, dass ein Topf auf dem Deckel ist. Will man schon zubereitete Speisen erwärmen, spart die Nutzung einer Mikrowelle einiges an Energie.

Auch in den anderen Räumen einer Wohnung oder eines Hauses gibt es Energiesparpotential. Berühmtestes Beispiel sind die so genannten Standby-Modi vieler Hausgeräte, allen voran Unterhaltungselektronik wie Fernseher oder BluRay-Player, aber auch Computer, digitale Bilderrahmen und ähnliches. Hier sollte man sich überlegen, ob die jeweiligen Geräte wirklich immer im Standby-Betrieb laufen müssen. Besser ist es, zum Beispiel Fernseher oder Stereoanlage an eine Steckdosenleiste mit Schalter anzuschließen, die man nur bei Bedarf einschaltet. Schon haben die angeschlossenen Geräte keine Möglichkeit mehr, Strom zu ziehen, ohne einen Nutzen zu erzeugen.

Energiesparen im Unternehmen

Auch für viele Unternehmer ist das Sparen von Energie ein wichtiges Thema geworden, das maßgeblich zur Senkung von Kosten beitragen kann. Und das nicht nur in energieintensiven Firmen. Gerade im normalen Bürobetrieb wird viel Energie verschwendet. Je nach Größe des Unternehmens kann schon durch einfache Regeln wie das automatische Ausschalten der Monitore nach einer bestimmten Nichtnutzung eines Computers oder das Ausschalten des Rechners in der Nacht und am Wochenende viel Energie und Geld gespart werden. Auch Klimaanlagen müssen nicht immer auf Hochtouren laufen und der Einsatz von Energiesparlampen ist ein seit Jahren erprobtes Mittel.