Marley & Me
Eigentlich mag ich Hunde ja nicht wirklich, und auch Owen Wilson finde ich nicht so berauschend (mit Ausnahme von Die Hochzeits-Crasher, der zwar einen dämlichen Titel hat, ansonsten aber wirklich sehenswert ist), aber zumindest Jennifer Aniston ist ja oftmals Garant für gute (im Sinne von unterhaltende, nicht qualitativ hochwertige) Unterhaltung und deshalb habe ich mir vor ein paar Tagen Marley & Me ausgeliehen. Und eigentlich bin ich positiv überrascht. Im Film ist Reporter John Grogan noch nicht dazu bereit Vater zu werden und kauft deshalb seiner Frau Jenny zur Ablenkung einen Hund. Dieser stellt das Leben der beiden dann erstmal auf den Kopf, da sie es nicht schaffen (und im Film eigentlich auch nicht versuchen), ihn zu erziehen. Irgendwann wird Jenny dann doch schwanger, mit der Karriere der beiden geht es aufwärts, einige Kinder kommen, die Wohngegend verbessert sich mit dem Einkommen usw. Getragen wird der Film durch diverse lustig-chaotische Szenen mit dem Labrador Marley, der meist alle Anwesenden um den Verstand bringt. Klingt nicht wahnsinnig interessant, ist aber schön inszeniert und motiviert durch diverse Wendungen und kleinere Schicksalsschläge aber den ganzen Film über. Besonders auch das Ende ist gut ausgefallen, denn es besteht nicht nur wie ich eigentlich erwartet hatte aus einem reinen Happy-End. Wer Komödien mag (die zugegenermaßen schon etwas seicht ist) kann Marley & Me auf jeden Fall ansehen. Besonders in Erinnerung bleiben auch die überzeichnet lichtdurchfluteten Schauplätze in Florida und Pensylvania. Und weils hier passt, hier ein paar mehr Gedanken zu Ms. Aniston.
Hui Buh – Das Schlossgespenst
Die Entscheidung nach "Der Schuh des Manitu", keine Bully-Filme mehr anzusehen, war richtig! Neulich war ich nämlich gezwungen (fragt nicht!), mir im Free-TV die Komödie Hui Buh - Das Schlossgespenst anzuschauen - und es sollte sich zum schlimmsten Fernsehabend seit langem entwickeln! Die Geschichte ist schnell erzählt. Hui Buh ist Schlossgespenst auf Schloss Burgeck. Irgendwann zieht König Julius im Schloss ein und möchte seine Verlobung feiern, was Gespenst Buh aber mit allen Mitteln verhindern will. Dabei wird auch seine Spuklizenz zerstört, was zu geisterbehördlichen Problemen führt. Und so geht es weiter, den ganzen Film lang. Die Story ist derart hanebüchen, dass es schwer fällt, den Film zu Ende zu sehen. Selbst Christoph Maria Herbst, den ich in anderen Rollen (z.B. Stromberg) ganz nett finde, kann dieses Machwerk nicht mehr retten. Ein weiterer deutscher Film, den man sich getrost schenken kann.