Einmal ist Keinmal! Das Medienblog

1Apr/110

EU will Grenzwerte für Lebensmittelimporte aus Japan erhöhen – Aprilscherz?

Mir ist schon klar, heute ist der 1. April und es erreichen alle möglichen Meldungen die Feedreader, die nicht so ganz ernst zu nehmen sind. Diese Meldung wurde von Foodwatch allerdings schon gestern veröffentlicht und das Thema ist eigentlich so gar nicht lustig. Nach dem Artikel gelten nach der Erhöhung der Grenzwerte jetzt höhe Grenzwerte für radioaktive Belastung auf den Import von Lebensmitteln als vor dem Reaktorunglück in Fukushima. Möglich wird das scheinbar durch Gesetze aus dem vergangenen Jahrtausend, die auf Grund der Ereignisse in Tschernobyl erlassen wurden um eine evtl. Unterversorgung der Bevölkerung in Folge eines GAUs zu verhindern. Es sollte praktisch ermöglicht werden, auch Lebensmittel mit erhöhter Strahlenbelastung zu importieren und zu vertreiben, selbst wenn die Verstrahlung höher sein sollte. Das es einen GAU gab, ist zwar richtig - allerdings in Japan und nicht hier in Europa.

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Japan exportiert zwar ohnehin nicht viele Lebensmittel nach Europa und Deutschland, da die hiesigen Grenzwerte jetzt jedoch höher sind als in Japan selbst könnte es für die dortige Wirtschaft interessant sein, Waren die in Japan nicht mehr verkauft werden dürfen nach Europa zu verschiffen... Verkehrte Welt. Hoffen wir, dass es sich dabei um einen Aprilscherz handelt. Beunruhigender ist derzeit wohl noch die evtl. radioaktive Wolke in Deutschland.

23Mrz/110

Radioaktive Wolke in Deutschland nach Fukushima? Strahlung selbst überwachen.

Heute morgen erstaunte mich eine Aussagen eines Kollegen, die "radioaktive Wolke" aus Fukushima würde jetzt auch Deutschland erreichen. Würde das tatsächlich stimmen, wäre das dann nicht groß in den Medien gewesen? Nach kurzer Google-Suche konnte ich zumindest meine Bedenken zerstreuen. Auf der Spurenmessstation Schauinsland sei bisher noch keine Veränderung festgestellt worden - und diese kann sogar messen, wenn im 700 Kilometer entfernten Wiederaufbereitungslager in Frankreich Brennstäbe zerschnitten werden.

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Bei dieser Gelegenheit bin ich auf die interessante Webseite des Schauinsland auf den Seiten des Bundesamtes für Strahlenschutz gestoßen. Dort kann man fast in Echtzeit die gemessenen Strahlenwerte verfolgen - bisher keine Auffälligkeiten. Außerdem wird gut verständlich der unterschied zwischen natürlicher und künstlicher Strahlung erklärt.

Also, kein Grund zur Panik. Mehr Sorge bereiten mir evtl. belastete Lebensmittelimporte - denn da wird kaum eine vollständige Kontrolle möglich sein.